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Website Relaunch Checkliste: Sichtbarkeit und Rankings bewahren

Veröffentlicht am 12. Mai 2026 • Lesezeit: 9 Minuten

Das Risiko eines Website-Relaunchs: Rankings können verschwinden

Viele Unternehmen machen den gleichen Fehler: Sie relaunchen ihre Website, vergessen die SEO-Migration und verlieren 60 bis 80 Prozent ihres Rankings. Eine Website, die auf Platz 1 für "Webdesign Kreuzlingen" rankte, verschwindet nach dem Relaunch auf Seite 5 oder ist gar nicht mehr indexiert.

Warum passiert das? Weil alte URLs gelöscht werden, ohne 301-Weiterleitungen zu neuen URLs zu schaffen. Weil Meta-Tags vergessen werden. Weil die neue Website die alte Sitemap nicht aktualisiert. Das sind technische Fehler, die verheerend sind.

Diese Checkliste verhindert genau das. Mit 20 Schritten stellst du sicher, dass dein neuer Website mindestens so gut rankt wie die alte. Idealerweise besser.

Phase 1: Vor dem Relaunch (2-4 Wochen)

Schritt 1: Vollständiges SEO-Audit der alten Website

Exportiere alle Pages, alle Rankings und alle Backlinks der alten Website. Tools wie Screaming Frog, SEMrush oder Ahrefs zeigen dir, welche URLs relevant sind und welche Rankings du hast. Diese Liste ist dein Referenzbuch für den Relaunch.

Schritt 2: Mapping von alten zu neuen URLs

Erstelle eine CSV-Datei mit allen alten URLs und ihren Entsprechungen in der neuen Website. Beispiel: "/webdesign-schweiz.html" auf der alten Website wird "/webdesign-schweiz/" auf der neuen Website. Perfekt ordnen, weil jede falsche Zuordnung ein Ranking-Fehler ist.

Schritt 3: Backup und Dokumentation

Speichere die alte Website offline. Nicht alle Inhalte sind alt oder schlecht. Oft möchtest du Best-Practice-Texte übernehmen. Ein Backup macht das einfach.

Phase 2: Neue Website-Setup (parallel)

Schritt 4: Struktur und Hierarchie beibehalten

Die URL-Struktur sollte ähnlich sein wie die alte Website. Wenn alte URLs "/services/webdesign" waren, sollten neue URLs nicht "/angebote/webdesign-services" sein. Zu viele Änderungen verwirren Google.

Schritt 5: Meta-Tags vorbereiten

Schreibe Meta-Titel und Meta-Beschreibungen für alle wichtigen Pages. Sie sollten ähnlich sein wie die alten, aber verbessert. Nutze dein URL-Mapping, um sicherzustellen, dass du alle Pages berücksichtigst.

Schritt 6: Schema Markup einbauen

LocalBusiness, Organization, Service, FAQPage Schemas sollten in der neuen Website vorhanden sein. Diese Strukturen helfen Google, schnell zu verstehen, was die neue Website tut.

Schritt 7: robots.txt und sitemap.xml vorbereiten

Die neue Website braucht eine vollständige sitemap.xml mit allen neuen URLs. Die robots.txt sollte keine wichtigen Pages blockieren.

Phase 3: Relaunch Tag (Go Live)

Schritt 8: 301-Redirects für alle alten URLs

Das Wichtigste: Jede alte URL muss eine 301-Weiterleitung zu ihrer neuen URL haben. 301 bedeutet "permanent moved" und sagt Google, dass diese URL sich nicht temporary ausruht, sondern gelöscht wurde. Google überträgt Ranking-Power über 301-Redirects.

Fehler vermeiden: Nicht alle alten URLs auf die Homepage weiterleiten. Das ist schlecht. Leite nur URLs weiter, die ein direktes Äquivalent haben. Wenn es kein Äquivalent gibt, sei ehrlich und lass die Seite 404 zurückgeben (mit Custom 404-Page).

Schritt 9: SSL-Zertifikat überprüfen

HTTPS ist nicht optional. Google bevorzugt sichere Websites. Stelle sicher, dass die neue Website HTTPS hat und das Zertifikat gültig ist. Browser-Fehler sind Gift für Rankings.

Schritt 10: Google Search Console aktualisieren

Wenn die neue Website eine neue Domain hat, füge sie als neue Property in Google Search Console hinzu. Wenn es die gleiche Domain ist, benachrichtige Google von der neuen sitemap.xml. Gib Google sofort Bescheid, nicht später.

Schritt 11: Robots.txt im staging nicht ignorieren

Wenn du die Website im Staging testest (z.B. auf staging.example.com), dann blockiere Crawler von staging. Das verhindert, dass Google die Test-Website indexiert statt der Live-Website.

Phase 4: Nach dem Relaunch (erste 4 Wochen)

Schritt 12: Traffic-Monitoring

Überwache deine Organic-Traffic täglich in den ersten zwei Wochen. Tools wie Google Analytics 4 zeigen dir, ob Traffic abfällt. Ein Einbruch um 20 bis 30 Prozent ist normal in den ersten Tagen, sollte aber wieder steigen.

Schritt 13: Crawl-Fehler überprüfen

Google Search Console zeigt Crawl-Fehler. Überprüfe diese regelmäßig. Fehler wie "Redirect chain too long" oder "404 Not Found" sollten minimiert sein. Diese Fehler schaden Rankings.

Schritt 14: Interne Links überprüfen

Mit der neuen Website ändern sich oft URLs. Das bedeutet, dass interne Links auf alte URLs verweisen. Das bricht die Link-Power. Überprüfe alle internen Links und aktualisiere sie auf die neuen URLs.

Schritt 15: Backlinks nachverfolgen

Externe Websites haben möglicherweise alte URLs verlinkt. Diese Links sind nun broken. Biete diesen Websites an, den Link auf die neue URL zu aktualisieren. Besonders wichtig für hochwertige Backlinks.

Schritt 16: 404-Seite optimieren

Es wird immer noch Menschen geben, die alte URLs direkt eingeben oder alte Bookmarks nutzen. Eine gute 404-Seite zeigt ihnen ein Suchfeld, beliebte Pages und einen Kontakt-Button. Das verringert Bounce-Rate und hält Nutzer auf der Website.

Schritt 17: Rankings nachverfolgen

Nach vier Wochen sollten deine Rankings stabilisiert sein. Vergleiche sie mit deinem pre-relaunch Audit. Wenn du Rankings verloren hast, diagnostiziere die Ursache (Redirect-Fehler? Schema-Fehler? Interne Link-Fehler?).

Schritt 18: Testing und Benutzerverhalten

Setze Google Analytics Events ein, um zu verfolgen, welche neue Pages funktionieren und welche nicht. Hohe Bounce-Rate auf einer Page deutet auf Content-Probleme hin. Gering Conversion-Rate trotz gleichbleibendem Traffic könnte ein UX-Problem sein.

Bonus-Tipps für großartige Relaunchs

Content-Übernahmestrategie

Gut rankender Content sollte minimale Änderungen erhalten. Verbessern, aber nicht umschreiben. Wenn alte URLs für "Webdesign Schweiz" auf Platz 5 ranken, und du kannst sie auf Platz 3 bringen, tu es. Aber nicht die Struktur komplett ändern.

Canonical Tags für duplizierte Inhalte

Falls es während des Relaunchs kurzzeitig duplizierte Inhalte gibt (alte und neue Website parallel), nutze Canonical Tags, um Google auf die neue URL hinzuweisen. Das verhindert Ranking-Konflikte.

Alte Domain weiterleiten

Wenn du die Domain wechselst (z.B. alte-domain.com zu xelvetec.com), leite die gesamte alte Domain auf die neue Domain weiter. Das ist sauberer als nur einzelne URLs.

Fazit: Ein Relaunch muss nicht traumatisch sein

Mit dieser 18-Punkte-Checkliste stellst du sicher, dass dein Relaunch erfolgreich ist. Viele Unternehmen machen Fehler, weil sie SEO übersehen. Mit deinem neuen Wissen bist du besser vorbereitet als 95 Prozent der Konkurrenz. Ein durchdachter Relaunch kann sogar deine Rankings verbessern. Viel Erfolg.

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